Mikroplastik ist überall: in unserer Nahrung, in unserem Trinkwasser und sogar in der Luft, die wir einatmen. Studien zeigen, dass diese kleinen Kunststoffpartikel keine passiven Verschmutzer sind, sondern den Körper aktiv schädigen können, auch das Gehirn.
Wie Mikroplastik Schaden anrichtet
Polystyrol-Mikroplastik (PS-MP) begünstigt die Bildung schädlicher Moleküle wie reaktive Sauerstoffspezies (ROS) und Stickstoffmonoxid (NO). Das löst oxidativen Stress aus, einen Zustand, in dem das Gleichgewicht zwischen schädlichen Radikalen und schützenden Antioxidantien gestört wird.
Oxidativer Stress kann Schäden an Zellmembranen, Entzündungen und eine Störung wichtiger Neurotransmitter wie GABA und Glutamat hervorrufen. Diese Prozesse können schlussendlich zu neuronalen Schäden und kognitivem Verfall führen.
Schutzfunktion von Antioxidantien
Glücklicherweise verfügt der Körper über natürliche Abwehrhelfer gegen oxidativen Stress. Glutathion, eines der stärksten intrazellulären Antioxidantien, neutralisiert ROS und spielt daher eine Schlüsselrolle beim Zellschutz. Vitamin C fängt freie Radikale ein und unterstützt diesen Abwehrmechanismus, sodass oxidative Schäden begrenzt werden.
Was Forschungsstudien zeigen
1. Z. Wang, Y. Wang, J. Zhang, et al. (2025) – Antioxidant Intervention Against Microplastic Hazards: Eine Übersichtsstudie von Wang et al. (2025) untersucht die toxische Wirkung von Mikroplastik und die Rolle von Antioxidantien. Sowohl In-vitro- als auch In-vivo-Studien zeigen, dass eine Exposition gegenüber Mikroplastik zu vermehrter Produktion von Stressmarkern wie MDA, einem niedrigeren Glutathionspiegel und einer geringeren Aktivität antioxidativer Enzyme führt. Verschiedene Antioxidantien wie Vitamin C, Curcumin, Quercetin, Resveratrol, Astaxanthin und Glutathion konnten die Auswirkungen von Mikroplastik begrenzen. Kombinationen aus Antioxidantien boten hier oftmals den besten Schutz.
2. M. O. Oyovwi, A. R. Rotu, V. O. Emojevwe, et al. (2024) – Investigating the protective effects of epigallocatechin-gallate against polystyrene microplastics-induced biochemical and hematological alterations in rats: Eine andere Studie von Oyovwi et al. (2024) untersuchte speziell EGCG (Epigallocatechingallat) in Ratten. Ratten, die PS-MP ausgesetzt waren, erhielten EGCG, was die Regeneration der antioxidativen Enzymaktivität, eine geringere Lipidperoxidation und eine verbesserte Leber- und Nierenfunktion bewirkte.
Präventionsstrategien
Auch wenn sich Mikroplastik nicht gänzlich vermeiden lässt, kann eine Stärkung der Abwehr durch Antioxidantien hilfreich sein, um seine schädliche Wirkung zu verringern. Gesunde, Vitamin-C-reiche Ernährung, die Förderung von Glutathion und gezielte EGCG-Supplementation stellen hierbei einen vielversprechenden Ansatz dar.
