Glutamin und Glutathion: Wie sie zusammenwirken, um die Zellen zu schützen

GlutaminGlutamin ist eine unentbehrliche Aminosäure: Nicht nur liefert sie den Immunzellen und dem Darmepithel Energie. Sie spielt auch eine entscheidende Rolle beim Schutz von Zellen vor oxidativem Stress. Und zwar mithilfe von Glutathion, einem der wichtigsten Antioxidantien im Körper.

Glutathion ist ein Tripeptid, das sich aus Glutamat, Cystein und Glycin zusammensetzt. Glutamat, der erste Baustein, kann unmittelbar aus Glutamin gebildet werden. Das bedeutet: Glutamin liefert den Ausgangsstoff, den die Zellen benötigen, um Glutathion zu produzieren. Glutathion trägt seinerseits dazu bei, freie Radikale zu neutralisieren, Zellstrukturen zu schützen und die Gesunderhaltung des Immunsystems zu unterstützen.

GlutathionIn Situationen, in denen ein Glutaminmangel herrscht, etwa bei Krankheit, Stress, längerem Fasten oder großen Anstrengungen, kann der Vorrat an Glutamin und Glutamat sinken. Das wiederum kann die Bildung von Glutathion behindern, was Zellen anfälliger für oxidative Schäden und Immunstress macht.

Kurz: Nimmt man täglich ausreichend Proteine zu sich, eventuell mit separater Glutaminergänzung bei besonders hohem Bedarf durch Stress oder Krankheit, hilft dies, die Glutathionbildung aufrechtzuerhalten, sodass der Körper besser vor oxidativem Stress geschützt ist und die Gewebereparatur unterstützt wird.

Quellenangabe:

1.    Pires R, Braga P, Santos J, et al. l-Glutamine supplementation enhances glutathione peroxidase and paraoxonase-1 activities in HDL of exercising older individuals. Experimental Gerontology. 2021. DOI:10.1016/j.exger.2021.111584.

2.    Szwiega S, Xu L, Rafii M, et al. Protein intakes affects erythrocyte glutathione synthesis in young healthy adults in a repeated-measures trial. The American journal of clinical nutrition. 2023. DOI: 10.1016/j.ajcnut.2023.11.008.